Ich werde Bestatterin! – Janas Traumjob mit 13 Jahren
Jana Iwczenko ist erst 13 Jahre alt, aber sie hat eine klare Vorstellung von ihrem Traumjob. In einer Zeit, in der viele Jugendliche darüber nachdenken, was sie später mal werden wollen, hat Jana eine Entscheidung getroffen, die viele vielleicht erstaunen würde: Sie möchte Bestatterin werden. Das klingt zunächst ungewöhnlich, aber hinter dieser Wahl steckt viel Überlegung und ein tiefes Verständnis für den Umgang mit Trauer und Verlust.
In einem kleinen Interview erzählt sie uns, wie sie auf diesen Beruf gekommen ist. „Ich habe schon früh gemerkt, dass ich ein Gespür für die Gefühle anderer habe“, sagt Jana. „Als ich das erste Mal auf einer Beerdigung war, fand ich es wichtig zu sehen, wie die Bestatterin den Menschen geholfen hat. Sie hat den Angehörigen Trost gespendet und dafür gesorgt, dass alles gut organisiert ist. Das hat mich beeindruckt.“
Janas Interesse an der Bestattungskultur ist nicht nur ein flüchtiger Trend. Sie hat sich aktiv mit dem Thema auseinandergesetzt, Bücher gelesen und sogar einige Dokumentationen zu dem Thema angeschaut. „Es ist immer ein Abschied, aber auch ein Moment des Gedenkens. Ich finde es schön, wie Bestatter die letzten Wünsche der Verstorbenen respektieren und umsetzen“, fügt sie hinzu.
Es ist kaum zu glauben, dass Jana bereits so früh in ihrer Jugend eine solch reife Entscheidung getroffen hat. Ihre Eltern unterstützen sie voll und ganz in ihrem Wunsch. „Wir fanden es toll, dass sie eine Leidenschaft hat, die so tiefgründig ist“, erklärt ihre Mutter. „Es ist wichtig, über den Tod zu sprechen und die Ängste der Menschen in diesem Zusammenhang abzubauen.“
Viele denken bei dem Beruf des Bestatters sofort an Trauer und Schmerz. Jana sieht das jedoch anders. Für sie geht es viel mehr um Mitgefühl und Unterstützung. „Menschen brauchen Hilfe, wenn sie einen geliebten Menschen verlieren. Ich möchte da sein und helfen“, sagt Jana mit Überzeugung.
Die Karriere als Bestatterin erfordert jedoch nicht nur Einfühlungsvermögen, sondern auch viel Wissen. Jana weiß, dass sie nach der Schule eine Ausbildung machen muss, die sowohl theoretische als auch praktische Aspekte umfasst. „Ich bin bereit, alles zu lernen, was nötig ist“, sagt sie. Sie plant, die bestmöglichen Schulen zu besuchen und alles über Bestattung, Trauerbegleitung und sogar rechtliche Aspekte, die mit dem Tod zu tun haben, zu erfahren.
Um sich auf ihre zukünftige Karriere vorzubereiten, hat Jana bereits bei einem örtlichen Bestatter um ein Praktikum gebeten. „Es wäre großartig, direkt dort zu lernen und einen Einblick in den Alltag zu bekommen“, erzählt sie. Ihre Entschlossenheit und ihr Wille, Erfahrungen zu sammeln, beeindrucken nicht nur ihre Familie, sondern auch die Menschen in ihrer Umgebung.
In der heutigen Zeit, wo das Leben so schnelllebig ist, überrascht es nicht, dass viele junge Menschen nach Sinn und Zweck suchen. Jana hat diesen Sinn gefunden, und das ist etwas Besonderes. Ihre Freunde, die anfangs skeptisch waren, sind mittlerweile beeindruckt von ihrer Entscheidung. „Ich hätte nie gedacht, dass jemand in unserem Alter so etwas machen möchte. Aber Jana hat uns gezeigt, wie wichtig und hilfreich dieser Job sein kann“, sagt eine ihrer Freundinnen.
Diese Reaktion zeigt, dass Jana das Potenzial hat, andere zu inspirieren und zu ermutigen. Indem sie offen über ihre Ambitionen spricht, trägt sie dazu bei, das Thema Tod aus der Tabuzone zu holen. Sie möchte andere dazu animieren, über den Tod und die Trauer zu sprechen, und das ist in der Gesellschaft, in der wir leben, von großer Bedeutung.
Janas Geschichte ist nicht nur eine persönliche, sondern auch eine gesellschaftliche. Sie zeigt, dass junge Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich mit schwierigen Themen auseinanderzusetzen. Die Gesellschaft könnte viel davon lernen, wie Jana mit dem Thema umgeht.
Obwohl sie erst am Anfang ihres Weges steht, könnte man sagen, dass Jana Iwczenko eine Vorreiterin ist, wenn es darum geht, den Beruf des Bestatters neu zu definieren. Sie zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass es bei der Bestattung nicht nur um das Ende eines Lebens geht, sondern auch um die Würdigung und den Respekt, den ein Leben verdient hat.
Für Jana ist es ein Herzenswunsch, anderen zu helfen. Sie träumt davon, Bestatterin zu werden, und mit ihrem Engagement und ihrer Begeisterung ist sie auf dem besten Weg, diesen Traum zu verwirklichen. Der Beruf des Bestatters könnte in den Händen einer so leidenschaftlichen und einfühlsamen Person wie Jana eine neue Bedeutung bekommen.
Das nächste Mal, wenn Jana über ihren Traum spricht, wird man in ihren Augen das Feuer sehen, das sie antreibt. Es ist motivierend zu sehen, wie viel Herzblut jemand in solch eine wichtige Aufgabe stecken kann. Jana wird die Bestattungskultur in die Zukunft tragen, und wer weiß, vielleicht wird sie eines Tages ein Vorbild für viele andere junge Menschen sein, die sich mit dem Thema Tod auseinandersetzen.
Die Reise von Jana hat gerade erst begonnen, aber sie ist auf einem vielversprechenden Weg. Und letztlich ist es genau dieser Mut und diese Leidenschaft, die uns alle dazu anregen sollten, unsere Träume zu verfolgen, egal wie ungewöhnlich sie im ersten Moment erscheinen mögen. Auch im Bereich der Bestattung ist es an der Zeit, neue Perspektiven zuzulassen und darüber nachzudenken, wie man Menschen in ihren schwierigsten Momenten unterstützen kann.